Immobilien und Finanzen

Tipps zum Jahreswechsel 2020

Für Sie als Immobilienbesitzer sollen sich auch zum kommenden Jahreswechsel wieder viele Details ändern - ein Überblick.

Zum Jahreswechsel sollten Sie wieder einen Blick auf Ihre Finanzen werfen. Zum einen nämlich gilt der Stichtag 31.12. für viele Dinge. Zum anderen ist es interessant, zu schauen, was sich im nächsten Jahr für Sie verändert.

Das ändert sich 2020 für Sie

Es gibt mehr Geld für die Familie und auch der Wohnungsbau soll weiter gefördert werden. Ein Ausblick auf bevorstehende Veränderungen:

  • Mietwohnungsförderung: Die Förderung von Wohnungsneubau ist schon seit längerem in der politischen Diskussion. Mit dem Gesetz zur steuerlichen Förderung des Mietwohnungsneubaus wird dazu nun ein steuerlicher Anreiz geschaffen. Konkret gibt es eine Sonderabschreibung von fünf Prozent für die ersten vier Jahre.
  • Grundsteuerreform: Eine der wichtigsten Gesetzesreformen betrifft die Grundsteuer. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wurde von Bundestag und Bundesrat verabschiedet und tritt bis 2025 schrittweise in Kraft. Derzeit werden Grundstückswerte von 1935 in Ostdeutschland und von 1964 in Westdeutschland genutzt, das Bundesverfassungsgesetz erklärte dies für verfassungswidrig und mahnte eine Reform bis Ende 2019 an. Neu ist nun, dass mit dem sogenannten Scholz-Modell weitere Faktoren, wie etwa der Bodenrichtwert, die Nettokaltmiete, die Grundstücksfläche, die Immobilienart und das Immobilienbaujahr herangezogen werden. Allerdings können die Bundesländer mit der Öffnungsklausel auch andere Modelle verwenden.
  • Mehr für Familien: Das sogenannte Familienentlastungsgesetz wirkt sich auch 2020 positiv für Familien aus. Schon 2019 gab es eine Erhöhung des Kindergeldes um zehn Euro auf 204 Euro für das erste und zweite Kind und 210 Euro für das dritte Kind sowie 235 Euro für jedes weitere Kind. Zum 1. Januar 2020 wird nun der Kinderfreibetrag auf 2.586 Euro je Elternteil angehoben. Der Grundfreibetrag sowie der Höchstbetrag für den Abzug von Unterhaltsleistungen steigt auf 9.408 Euro an.
  • Höhere Bezugsgröße: Immer im Herbst wird auch die Bezugsgröße für Sozialversicherungen angepasst. Diese Größe ist für viele andere Themen relevant - zum Beispiel, wenn Sie Bauhelfer auf Ihrer Baustelle einsetzen. Sie dient hier zur Berechnung des Betrags, den Sie für deren Versicherung über die BG Bau bezahlen müssen. Die BG Bau gibt ein Merkblatt zu diesem Thema heraus.
  • Verbot von Ölheizungen ab 2026: Ölheizungen gelten nicht mehr als zukunftsweisend. Deshalb hat die Bundesregierung nun deren Verbot beschlossen. Ab 2026 dürfen sie nicht mehr neu eingebaut werden.

Und jedes Jahr zum Jahreswechsel ist es auch sinnvoll, sich über verschiedene Vorsorge- und Anlagepläne Gedanken zu machen. Haben Sie bereits die geforderten Mindestsummen in Ihren Riester-Vertrag oder in Ihre Vermögenswirksamen Leistungen eingezahlt, damit Sie von den staatlichen Zulagen profitieren? Bis zum 31.12 haben Sie dafür Zeit. Gleiches gilt für die Wohnungsbauprämie und die Vermögenswirksame Leistung, mit denen Sie zum Beispiel einen Bausparvertrag ansparen können.

Praxistipp:

Beachten Sie, dass Sie bei den Fristen bis zum Jahresende lieber ein paar Tage Spielraum einplanen, damit auch wirklich alles gut klappt. Und natürlich gilt: Auch 2020 wird sich wieder vieles verändern, auch gerade in Bezug auf die Immobilie.

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