Minijob

Einen Hausmeister legal beschäftigen

Sie benötigen bei Ihrem Haus Hilfe? Dann ist ein Hausmeister eine gute Idee. Allerdings: Auf Seriosität und Legalität der Beschäftigung sollten Sie großen Wert legen.

Als Hausbesitzer ist es manchmal schwer, rund um Haus, Straße und Garten alles in Schuss zu halten. Gerade bei einem Mietshaus ist es auch gut, wenn die Mieter vor Ort einen regelmäßigen Ansprechpartner haben. Bei der Beschäftigung eines Hausmeisters sollten Sie aber ein paar Regeln beachten.

Regeln rund um die Beschäftigung eines Hausmeisters

Es fängt schon mit der Suche an: Wie kann man einen guten und seriösen Hausmeister finden? Aber auch darüber hinaus gibt es noch ein paar Stolpersteine.

  • Suche nach einem Hausmeister: Schon das ist gar nicht so leicht, vor allem dann, wenn Sie jemanden legal beschäftigen wollen. Es gibt verschiedene Inseratportale im Internet. Achten Sie darauf: Manche Portale sind reine Vermittler und sie ziehen sich aus der Verantwortung zurük, wenn es um die Frage geht, ob die Person legal beschäftigt ist - behaupten das aber dennoch auf ihren Websites. Andere suggerieren einen Einmalbetrag, aber stattdessen hängen Sie in einem Abo. Eine gute Vorgehensweise ist es natürlich, Bekannte zu fragen, ob sie jemanden kennen.
  • Legal beschäftigen: Es ist dringend ratsam, einen Hausmeister legal zu beschäftigen. Er muss also entweder ein Gewerbe angemeldet haben. Oder - und das ist der sicherere Weg - Sie melden ihn bei der Minijobzentrale an.
  • Kosten auf Mieter umlegen: Sofern Sie Vermieter sind, können Sie die Kosten für den Hausmeister über die Betriebskosten an die Mieter weitergeben. Beachten Sie aber: Nur für die reinen Hausmeistertätigkeiten ist das möglich. Führt der Hausmeister Instandhaltungen oder gar Renovierungen durch, übernimmt er Verwaltungsaufgaben, so müssen Sie das klar trennen - und dies selbst zahlen. Außerdem muss im Mietvertrag vereinbart sein, dass die Hausmeisterkosten über die Betriebskosten abgerechnet werden.
  • Haushaltsnahe Dienstleistung für Selbstnutzer: Ihr "Mädchen für alles" können Sie bei der selbstgenutzten Immobilie von der Steuer absetzen - als haushaltsnahe Dienstleistung. Bis zu 20 Prozent der Kosten können dafür angesetzt werden.
  • Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Wenn das "Mädchen für alles" bei den betagten Eltern zu viel an Arbeitszeit abrechnet, oder der Hausmeister im Mietshaus nicht entsprechend der Rechtslage den Schnee beseitigt, dann ist dies ein großes Ärgernis. Wenn Sie einen Hausmeister beschäftigen, sind Sie sein Chef oder sein Auftragsgeber - kontrollieren Sie deshalb auch kontinuierlich die Leistung.

Ein Hausmeister kann Ihnen viel Arbeit abnehmen. Das hat auch seinen Preis. Selten werden Sie heute jemanden finden, der zu Niedriglöhnen arbeitet. Dafür können Sie aber auch eine gute Leistung erwarten.

Praxistipp:

Achten Sie besonders auf die Legalität der Beschäftigung. Schwarzarbeit wird streng bestraft, außerdem gibt es keine Haftung bei Schäden und Sie sind womöglich in der Verantwortung, wenn Ihrem Hausmeister während der Arbeit ein Unfall passiert.

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