Trinkwasser

Wider Blei und Legionellen

Leitungswasser hat in Deutschland eine sehr gute Qualität. Allerdings können gerade ältere Leitungen auch Probleme verursachen - so sorgen Sie für gutes Trinkwasser.

Mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung haben sich insbesondere für Vermieter einige Bedingungen verschärft. Unabhängig davon ist es aber für Sie als Immobilienbesitzer sicherlich sinnvoll, ab und an mal die Trinkwasserqualität im Blick zu haben.

Tipps rund um das Trinkwasser

Einige Dinge sind gesetzlich vorgeschrieben, andere einfach nur eine sinnvolle Ergänzung, um die Trinkwasserqualität zu verbessern - ein Überblick:

  • Legionellenbefall: Alle drei Jahre müssen viele Immobilienbesitzer ihr Trinkwasser auf Legionellen überprüfen lassen. Legionellen können eine sehr schwerwiegende Erkrankung verursachen. Sie bilden sich vor allem im stehenden Wasser mit einer Temperatur zwischen 25 und 45 Grad Celsius. Dabei gilt: Erst ab einem Speicher von 400 Litern oder mehr als drei Litern in der Leitung ist das überhaupt notwendig. Sprich: Viele Ein- und Zweifamilienhäuser sind gar nicht betroffen. Dennoch: Wer sehr alte Leitungssysteme hat, sollte auch hier darauf achten, dass der Kreislauf gut zirkuliert - und ggf. auch regelmäßig deutlich höhere Temperaturen durch die Leitungen leiten oder auch spezielle Filter auf die Duschköpfe aufsetzen. Denn unabhängig von den gesetzlichen Vorschriften: Mit dem Krankheitserreger ist nicht zu spaßen!
  • Blei im Wasser: Ein weiteres Problem ist zu bleihaltiges Wasser. Es tritt natürlich vor allem dann auf, wenn sich noch alte Bleileitungen im Haus befinden - und hier sind kleine Mengen bereits gesundheitsgefährdend. Bei Überschreitung von zehn Mikrogramm pro Liter sind Sie als Vermieter zum Einschreiten verpflichtet. Filter helfen dabei nur begrenzt; es führt nichts am Komplettaustausch der Leitungen vorbei.
  • Kalkhaltiges Wasser: In einigen Städten und Regionen haben Sie als Immobilienbesitzer mit besonders kalkhaltigem Wasser zu kämpfen; ständig ist der Wasserkocher verkalkt - und natürlich leiden darunter auch andere elektrische Geräte. Allerdings ist die Lösung hierfür recht simpel: einfache Haushaltsmittel. Gesundheitsschädlich ist zu viel Kalk wohl nicht, also allenfalls ein Ärgernis.

Insbesondere Legionellen und Blei stellen eine ernstzunehmende Gefährdung im Trink- bzw. Duschwasser dar. Diese Belastung lässt sich richtig sicher nur durch ein professionelles Labor feststellen; bei Schnelltests können viele Fehler passieren.

Praxistipp:

Steht für Sie fest, dass Sie das Trinkwasserleitungssystem auswechseln oder in irgendeiner Form verändern wollen oder müssen, dann lassen Sie sich über diese Leistung mehrere Angebote von Fachhandwerksbetrieben erstellen. Das kann allerdings sehr teuer werden.

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