Energetische Sanierung

So machen Sie Ihr Haus winterfest

Eine umfassende energetische Sanierung Ihrer Immobilie ist ein Großprojekt. Aber es wird vom Staat auch gut finanziell unterstützt.

Die energetische Sanierung Ihres Hauses sollten Sie nicht übereilt angehen. Es ist zum Beispiel nicht sinnvoll, ein erst 15 Jahre altes Haus erneut komplett energetisch zu sanieren. Aber wenn dann der Zeitpunkt gekommen ist, ist eine gute Planung wichtig.

Tipps zur energetischen Sanierung Ihres Hauses

Die energetische Sanierung Ihres Hauses ist eine hochkomplexe Angelegenheit. In vielen Fällen ist es deshalb empfehlenswert, sich dazu beraten und begleiten zu lassen. Ein Überblick:

  • EnEV: Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) wird genau geregelt, welche Standards Sie bei der energetischen Sanierung Ihres Hauses einplanen müssen.
  • Kosten: Die Kosten sind gerade beim Bestandsbau sehr schwer zu kalkulieren - Sie ergeben sich letztendlich auch aus den Leistungen, die Sie erwarten. So macht es natürlich einen Unterschied, ob Sie nach dem in der EnEV vorgeschriebenen Standard oder doch nach höheren Standards energetisch sanieren. Der Sanierungskonfigurator des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gibt Ihnen hierfür viele Anhaltspunkte.
  • Handwerkerwahl: Vertrauen Sie Ihre Haussanierung nur Fachleuten an. Verschiedene Gewerke kümmern sich dabei um verschiedene Leistungsbereiche, der Dachdecker beispielsweise um die Fassade und das Dach, der Heizungsbauer um die Heizung. Holen Sie immer mehrere Vergleichsangebote verschiedener Handwerker ein und lassen Sie sich ausführlich beraten.
  • Baubetreuung: Unterschätzen Sie nicht den Umfang einer umfassenden energetischen Sanierung. Das fängt schon damit an, dass Sie die richtigen Maßnahmen ergreifen müssen. Die BAFA fördert die Energieberatung - nehmen Sie hier Expertenrat in Anspruch. Aber damit endet es nicht: Auch die verschiedenen Handwerker sollten ausgewählt und gesteuert, deren Leistungen wissend abgenommen werden. Verschiedene Bauherrenverbände bieten Ihnen hierfür eine Baubegleitung an.
  • Belüftung: Wenn es um die energetische Sanierung geht, denken viele Bauherren vor allem an die notwendige Wärmedämmung und die Art und Dimensionierung der Heizungsanlage. Vergessen Sie dabei aber auf keinen Fall die Belüftung: Beim stark gedämmten Haus kommt es ohne eine irgendwie geregelte automatische Belüftung nämlich schnell zu Schimmelbildung.
  • Förderung: Sie können Ihr Bankdarlehen sehr gut mit den verschiedenen Föderprogrammen der KfW kombinieren, zum Beispiel mit dem Kreditprogramm Energieeffizient Sanieren.

Die politische Situation lässt übrigens ganz deutlich auf höhere Energiestandards in der Zukunft und striktere Regeln für Vermieter schließen. So wurden schon im Januar 2019 mit dem sogenannten Mieterschutzgesetz die Rechte der Mieter gestärkt: Die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen nach einer Modernisierung wurde auf acht Prozent abgesenkt. Weiterhin offen ist, wann das Gebäudeenergiegesetz (GEG) kommt, welches unter anderem den Niedrigstenergiestandard für Neubauten festlegen und verschiedene Gesetze und Verordnungen bündeln soll.

Praxistipp:

Verzichten Sie in keinem Fall auf eine gute energetische Beratung und auch auf eine unabhängige Betreuung Ihres Modernisierungsvorhabens. Auch Eigenleistungen sollten Sie sich gut überlegen, denn Kältebrücken müssen Sie unbedingt vermeiden, damit am Ende nicht Schimmel ins Haus Einzug hält.

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