Immobilien

Wie funktioniert der Hausverkauf?

Zur Zeit lohnt sich der Hausverkauf in attraktiven Lagen, der Markt boomt. Damit Sie dabei alles richtig meistern, sollten Sie sich gut vorbereiten - und manchmal lohnt sich auch professionelle Hilfe durch einen Makler.

Ihre Position als Verkäufer hängt ganz stark davon ab, wie der Immobilienmarkt vor Ort funktioniert. Besitzen Sie eine Immobilie in einem sehr nachfrageorientierten Marktsegment - so, wie es momentan in vielen Metropolen auf dem Wohnimmobilienmarkt der Fall ist -, dann haben Sie eine sehr gute Verhandlungsposition und können womöglich einen attraktiven Preis für Ihre Immobilie erzielen. Auf sehr angebotsorientierten Märkten - also zum Beispiel häufig im ländlichen Raum - haben Sie aber womöglich sogar Schwierigkeiten, überhaupt einen Käufer zu finden.

Tipps zum Hausverkauf

Der Verkauf Ihrer Immobilie ist ein komplexer Prozess, eine gute Betreuung des Hausverkaufs deshalb wichtig. Ihre Verhandlungsposition hängt dabei stark von der Marktlage vor Ort ab - ein Überblick:

  • Ablauf eines Hausverkaufs : Sie können auf unterschiedlichen Wegen Ihr Haus verkaufen. Üblich ist, dass Sie ein Immobilieninserat aufgeben oder einen Makler einschalten. Fragen Sie auch Ihren Bankberater, ob er vielleicht einen Kaufinteressenten kennt. Sind Sie sich mit dem Käufer einig, muss der Kaufvertrag notariell beurkundet und ins Grundbuch eingetragen werden. Auch das ist ein komplexer Prozess. Am Ende haben Sie den Kaufpreis erhalten und der Käufer ist neuer Eigentümer der Immobilie.
  • Unterlagen zusammenstellen: Um ein Verkaufsgespräch erfolgreich führen zu können, sollten Sie neben dem Exposé für das Immobilieninserat auch eine gute Auswahl an Unterlagen über Ihre Immobilie zusammenstellen. Dazu gehören neben einem Grundbuchauszug zum Beispiel auch Grundrisse. Scannen Sie diese ein und stellen Sie sie dann ernsthaft interessierten Käufern digital zur Verfügung.
  • Makler: Sie können für den Hausverkauf auch einen Makler einschalten. Die Maklergebühren sind nicht einheitlich geregelt und können unterschiedlich aufgeteilt werden. Manchmal übernimmt sie komplett der Käufer, manchmal komplett der Verkäufer und manchmal werden sie auch aufgeteilt. Das hängt auch damit zusammen, welche Gepflogenheiten es auf dem Immobilienmarkt vor Ort gibt und wie stark Ihre Verhandlungsposition als Verkäufer ist. Auch die Höhe der Maklergebühr ist nicht einheitlich, meist liegt sie zwischen drei und sieben Prozent der Kaufsumme. Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass Sie diesen Punkt ganz eindeutig mit dem Makler klären.
  • Reservierungsgebühr: Käufer bieten manchmal eine Reservierungsgebühr für den Kauf Ihrer Immobilie an. Darauf sollten Sie lieber nicht eingehen, denn dadurch berauben Sie sich der Möglichkeit, Ihre Immobilie weiter anzubieten. Zudem sind zwischen Verbrauchern geschlossene Reservierungsvereinbarungen mit Geldfluss generell mit Vorsicht zu genießen. Anders sieht es bei Reservierungen aus, die ein Makler vornimmt. Sofern Sie ihm einen qualifizierten Alleinauftrag erteilt haben - er also ausschließlich in Ihrem Namen die Immobilie anbietet -, bietet er diese Möglichkeit den Käufern manchmal an.
  • Finanzierungszusage des Käufers: Ein Hausverkauf funktioniert nur dann, wenn der Käufer eine Finanzierungszusage seiner Bank erhält. Und das ist manchmal alles andere als ein Standardprozess. Von außen betrachtet können Sie gar nicht feststellen, ob Ihr Käufer dabei womöglich Probleme hat. Bestehen Sie deshalb darauf, dass die Finanzierungszusage vorliegt, bevor Sie dann in die Schlussphase des Verkaufsprozesses eintreten.
  • Vorfälligkeitsentschädigung: Ein Thema, das viele Immobilienbesitzer beim ersten Gedanken an den Verkauf ihrer Immobilie gerne übersehen, ist die Vorfälligkeitsentschädigung. Sie kann sehr hoch ausfallen, wenn der Zinsschaden der Bank durch eine vorzeitige Auflösung des Kredits sehr hoch ist. Informieren Sie sich deshalb unbedingt rechtzeitig über die entstehenden Kosten. Nach zehn Jahren Kreditlaufzeit können Sie übrigens einen Immobilienkredit kostenlos kündigen, weshalb das oft ein guter Zeitpunkt für einen Verkauf ist.

Ein sehr wichtiger Ansprechpartner für Ihren Hausverkauf ist auch Ihr Bankberater. Sprechen Sie ihn frühzeitig an, wenn Sie den Verkauf Ihrer Immobilie planen. Er wird Ihnen dann Auskunft zu einer möglichen Vorfälligkeitsentschädigung geben, kann Ihnen aber vielleicht auch Ansprechpartner für die Abwicklung empfehlen.

Praxistipp:

Nutzen Sie aktiv möglichst viele Informationen rund um die Marktlage Ihrer Immobilie. Eine sehr gute Idee ist es zum Beispiel, wenn Sie sich den Marktbericht Ihres Gutachterausschusses - der bei der Kommune angesiedelt ist - besorgen und so schon einschätzen können, was ein realistischer Verkaufspreis für Ihre Immobilie sein kann. Je besser Sie sich selbst informieren, desto besser funktioniert auch Ihr Hausverkauf.

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