Laubfegen

So schaffen Sie Ordnung auf dem Bürgersteig

Als Vermieter oder Hauseigentümer müssen Sie sich darum kümmern, dass regelmäßig Laub gefegt wird. Denn wenn die Blätter nass werden, wird der Bürgersteig zu einer glitschigen Rutschbahn.

Die Sicherheit von Fußgängern auf dem Bürgersteig ist wichtig. Zwar müsste eigentlich die Kommune für einen sauberen und sicher begehbaren Bürgersteig sorgen. In aller Regel überträgt sie diese Aufgabe aber an Sie als Hauseigentümer oder Vermieter.

Pflichten rund um das Laubfegen

Die Kommunen übertragen die Bürgersteigpflege über ihre kommunale Satzung an die Grundstücksbesitzer. Das kann unterschiedlich geregelt sein:

  • Häufigkeit: Oftmals schreibt die Kommune genau vor, wie häufig eine Bürgersteigreinigung vorgenommen werden muss. Hier kann zum Beispiel festgelegt sein, dass dies alle 14 Tage geschehen muss.
  • Strafe: Sollten Sie dieser Pflicht nicht nachkommen, kann die Kommune eine Strafe gegen Sie als Grundstücksbesitzer verhängen. Die kann mehrere hundert Euro betragen.
  • Haftung bei Unfällen: Sollte durch das glitschige Laub auf Ihrem Bürgersteig jemand ausrutschen und zu Schaden kommen, dann haften Sie als Grundstückseigentümer dafür. Generell sollten Sie sich gegen Haftungsschäden durch Ihre Immobilie versichern. Bei einer selbst genutzten Immobilie geschieht dies über die Privathaftpflichtversicherung. Als Vermieter müssen Sie dazu eine separate Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abschließen.
  • Übertragung an den Mieter: Als Vermieter können Sie die Pflicht zur Bürgersteigsäuberung auch an den Mieter übertragen. Dabei sollten Sie möglichst eindeutig die Aufgaben in die Hausordnung eintragen, für die notwendigen Geräte und Materialien sorgen und auch Folgen beschreiben, wenn der Mieter seinen Pflichten nicht nachkommt.
  • Übertragung an Hausmeister: Als Vermieter ist es für Sie allerdings wesentlich stressfreier, wenn Sie den Hausmeister Ihrer Immobilie mit der Räumung des Bürgersteigs beauftragen. Und auch als Selbstbewohner kann es Sinn machen, solche und andere Aufgaben an einen externen Dienstleister zu übertragen. Das ist dann einfach eine Frage des Komforts.

Als Vermieter können Sie die Lohnkosten, die Ihnen durch einen Hausmeister entstehen, über die Betriebskosten auf die Mieter umlegen. Als Selbstbewohner einer Immobilie sind diese haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer abgesetzt werden.

Praxistipp:

Vergessen Sie nicht das Laub auf Ihrem Dach. Das verstopft gerne die Regenrinne - und dann kann das Wasser auch auf den Bürgersteig fließen. Die Reinigung des Dachs kann möglicherweise Ihr Hausmeister übernehmen - oder Sie übertragen diese Aufgabe an den Dachdecker, der ohnehin regelmäßig das Dach kontrollieren sollte.

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