Immobilien 2018

Das verändert sich für Immobilienbesitzer

Als Immobilienbesitzer sind Sie jedes Jahr aufs Neue unterschiedlich stark von der Gesetzgebung betroffen - auch für 2018 gibt es einige wichtige Änderungen.

An vielen Orten bleiben die Immobilienmärkte angespannt; es gibt weiterhin eine sehr hohe Nachfrage. Entsprechend steigen dort auch die Preise weiter. Ob das so bleibt, lässt sich nicht vorhersagen, denn das hängt von vielen Faktoren ab, unter anderem von der Zinsentwicklung.

Immobilienthemen im Jahr 2018

Zwar ist noch nicht klar, was die neue Bundesregierung an Gesetzesvorhaben auf den Weg bringen wird. Es gibt aber schon einige Dinge, die sich definitiv verändern. Ein Überblick:

  • Bauvertragsrecht: Sofern Sie ab 2018 ein Haus bauen wollen, sind Sie nun deutlich stärker durch das neue Bauvertragsrecht geschützt. Zahlreiche neue Rechte, wie etwa der Anspruch auf Aushändigung aller Bauunterlagen, ein Anordnungsrecht, wenn mit der Baufirma nach 30 Tagen immer noch kein Einvernehmen erzielt wurde, und auch ein 14-tägiges Widerrufsrecht stärken Ihre Position deutlich.
  • Gebäudeenergiegesetz: Verschoben wurde das neue Gebäudenenergiegesetz auf die Zeit nach der Bundestagswahl. Damit sollen neue energetische Standards für den Hausbau eingeführt werden. Solange gelten weiterhin die Regelungen der EnEV
  • Neue Regeln für Fondsbesteuerung: Sollten Sie Anteile in Investmentfonds - auch offene Immobilienfonds - besitzen, dann ändert sich für Sie ab 2018 gravierend die Besteuerung. Die Investmentsteuerreform legt den Fonds zukünftig die Pflicht auf, 15 Prozent Körperschaftsteuer direkt abzuführen. Dafür erhalten Sie als Anleger eine Teilfreistellung von der Abgeltungsteuer, unabhängig davon, wo der Fonds angesiedelt ist. Für Altanteile gibt es Sonderregelungen: Hier werden bis zu 100.000 Euro steuerfrei gestellt.
  • Debatte um Grundsteuer: Zwar steht eine Reform der Grundsteuer an, sie ist aber auch noch sehr umstritten. Für Sie gilt: Die Kommunen heben diese sehr gerne an - und hier müssen Sie auch 2018 mancherorts mit schlechten Nachrichten rechnen. Die Grunderwerbsteuer ist wiederum eine Steuer der Bundesländer - sie fällt somit unterschiedlich hoch aus. Auch hier kann es Veränderungen geben.


In der politischen Diskussion gibt es viele Ansätze, die auch Sie als Immobilienbesitzer betreffen. So fordern einige Politiker zum Beispiel eine bundesweite Regelung für die Grunderwerbsteuer. Was noch an Veränderungen kommt, wird erst mit einer neuen Bundesregierung klarer werden. So bleibt auch das Jahr 2018 spannend.

Praxistipp:

Ein genereller Trend in der Gesetzgebung ist, dass Ihre Rechte als Verbraucher gestärkt werden. Das ist generell gut für Sie. Lassen Sie sich aber im Zweifelsfall von Experten beraten, etwa, wenn es um ungünstige Klauseln im Bauvertrag geht.

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