Smart Home

Smart Home Die Immobilie intelligent machen

Die Immobilie, die mitdenkt: Das ist Smart Home. Die Angebotspalette ist breit - aber auch die Kosten sind beachtlich.

Eines ist sicher: Wenn Sie in Smart-Home-Technologie investieren, heben Sie den Standard Ihrer Immobilie gewaltig. Wichtig dabei: Planen Sie gleich für die Zukunft mit, damit Sie auch flexibel auf zukünftige Anforderungen reagieren können - ohne dafür gleich die Wand neu aufreißen zu müssen.

Smart Home für Ihre Immobilie

Die Angebotspalette ist unglaublich breit: Sie haben also die Qual der Wahl, wenn Sie Ihre Immobilie smart machen wollen. Deshalb gilt auch: Bevor Sie zuschlagen, sollten Sie sich umfassend informieren und planen - ein Überblick:

  • Smart-Home-Beispiele: Vom Smart Meter über die intelligente Steuerung von Stromverbräuchen bis hin zur kompletten Hausautomation, bei der dann über KNX-Standard intelligente Netzsysteme im Haus die Steuerung und Funktionsbelegung eines jeden einzelnen Schalters ermöglichen, kann darunter viel zusammengefasst werden. Stichwort sind hier zum Beispiel auch Ambient Assisted Living oder Fragen der Barrierefreiheit. Und auch schon die eigene kleine Steuerung der Heizthermostate zum Beispiel über den Minicomputer Raspberry Pi zählt dazu. Sprich: Es ist auch eine Frage Ihres Geldbeutels, was Sie realisieren wollen.
  • Kabel oder WLAN: Das Schöne ist, dass Sie sehr viele Smart-Home-Gimmicks auch einfach über das WLAN-Netz kabellos in eine steuerbare Webumgebung integrieren können. Bedenken Sie aber, dass eine Kabelverbindung deutlich weniger anfällig ist. Allerdings: Gerade dann, wenn Sie dafür die Wände neu aufreißen müssen, ist sie natürlich auch bedeutend teurer. Wenn Sie sich dazu dennoch entscheiden, planen Sie für die Zukunft mit: Zum Beispiel, indem Sie ausreichend dicke und viele Leerrohre legen, um auf spätere Anforderungen flexibel reagieren zu können.
  • Technische Standards: Wenn es zum Beispiel um die Elektroinstallation geht, dann bietet die RAL-RG 678 einen guten Anhaltspunkt. Die Ausstattungsstandards entsprechen den "anerkannten Regeln der Technik" - und hier bieten insbesondere die Plus-Stufen Überschneidungen hin zum Smart Home, denn hier ist eine Gebäudeautomation möglich.
  • Smarte Lautsprecher & Co: Mit Alexa und anderen smarten Lautsprechern von an anderen Herstellern, die auf Zuruf Wünsche und Fragen entgegen nehmen können, gibt es auch neue Möglichkeiten der Haussteuerung. Und sogar WLAN-Router sind heute oftmals mit smarten Zusatzservices ausgestattet. Es ist dabei immer ein bisschen entscheidend, wie sehr Sie alles vernetzen wollen . denn leider sind die unterschiedlichen Systeme nicht zwangsläufig miteinander kompatibel.
  • Kosten: Über die Kosten zur Elektroinstallation gibt es recht konkrete Schätzungen. Die Initiative Elektro +, an der neben verschiedenen Herstellern auch der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) beteiligt ist, rechnet in einer Infobroschüre zum Thema Smart Home vor, dass eine Plus-Ausstattung etwa ab sechs Prozent der Bausumme veranschlagen würde. Zum Vergleich: Mindestanforderungen ohne Möglichkeiten der Gebäudeautomationen würden etwa drei Prozent der Bausumme veranschlagen. Diese Zahlen können sich beim Einbau im Bestand noch einmal deutlich erhöhen, denn nicht selten schlummert eine teure Überraschung in der Altbauwand.
  • Mögliche Fördermittel: Die KfW fördert den Einsatz von Smart Home im Rahmen ihrer Kreditprogramme zum altersgerechten Umbau oder zur energetischen Sanierung, wie auf einer Smart-Home-Überblicksseite dargestellt. Diese Kreditprogramme können Sie sehr gut als Ergänzung zu Ihrer Baufinanzierung einsetzen.

Am günstigsten ist es natürlich immer, wenn Sie im Neubau Smart Home gleich richtig mitplanen. Hier müssen Sie allerdings eventuell mit dem Bauträger klar, deutlich und vor allem vertraglich einen Standard diskutieren und fixieren. Bei der Renovierung im Bestand ist das Kabelziehen dann sinnvoll, wenn die Elektroinstallation ohnehin saniert werden muss.

Praxistipp:

Wägen Sie bei Smart-Home-Technologien auch immer die Datensicherheit mit dem Komfortgewinn ab. So sind die Gadgets großer Internetunternehmen, wie eben die Befehle entgegennehmenden smarten Lautsprecher, leicht zu bedienen. Aber dafür hören diese Geräte auch ständig mit.

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