Wärmepumpe

Heizwärme aus Luft und Erde

Die Wärmepumpe ist mittlerweile etablierte Technik. Wenn Sie diese für die Heizwärme in Ihrem Haus nutzen wollen, müssen Sie aber ein paar Dinge beachten.

Physikalisch nutzt die Wärmepumpentechnik die Temperaturunterschiede zwischen dem Erdreich und der Außen- und Innenluft eines Hauses aus, um daraus Wärme zu erzeugen. Sie funktioniert dabei gewissermaßen wie ein umgekehrter Kühlschrank.

Tipps rund um die Wärmepumpe

Wenn Sie mithilfe einer Wärmepumpe Öko-Wärme erzeugen wollen, müssen Sie ein paar Dinge beachten, damit die Investition ein Erfolg ist:

  • Unterschiedliche Methoden: Mit der Erdsonde wird bis zu 100 Meter tief in die Erde gegraben, ein Flächenkollektor liegt etwa 1,5 Meter unter dem Rasen im Garten. Bei der Luft-Wärmepumpe wird dagegen die Außenluft zur Wärmeerzeugung genutzt. Es hängt stark von den Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort ab, welche Technik am sinnvollsten ist.
  • Strom für den Betrieb: Jede Wärmepumpe nutzt Strom, damit sie betrieben werden kann. Die Jahresarbeitszahl zeigt das Verhältnis von erzeugter Wärme und dafür benötigtem elektrischen Strom an. Sie ist damit ein wichtiger Indikator für die Effizienz und Wirtschaftlichkeit einer Anlage. Eine BAFA-Förderung erhalten Sie nur dann, wenn hier ein bestimmter Wert nicht unterschritten wird. So muss die Jahresarbeitszahl beispielsweise bei den Erdwärmepumpen mindestens 3,8 betragen, das heißt, für einen Anteil Strom erhalten Sie 3,8 Anteile Wärme. Wer ganz ökologisch agieren will, lässt diesen Strom dann noch mit der Photovoltaik-Anlage auf dem eigenen Dach erzeugen.
  • Fußbodenheizung: Sinnvoll eingesetzt werden kann die Wärmepumpentechnologie eigentlich nur bei Fußbodenheizungen. Wenn Sie deshalb im bestehenden Haus viele Anpassungen vornehmen lassen müssen, kann es sein, dass sich diese Technologie aus ökonomischen Gründen nicht mehr lohnt.
  • Warmwasseraufbereitung: Auch Wasser kann mithilfe der Wärmepumpentechnologie aufbereitet werden. Oftmals ist das aber eine nicht sonderlich ökonomische Lösung, weil Sie dafür dann große Mengen Wärme zusätzlich vorhalten müssen. Deshalb wird das warme Wasser häufig mit Durchlauferhitzern erzeugt.
  • Staatliche Förderung: Der Bundesverband Wärmepumpe bietet auf seiner Website einen Förderrechner an, mit dem Sie einfach mögliche Fördermaßnahmen recherchieren können.

Die Wärmepumpentechnologie ist zwar schon ziemlich alt, aber längst nicht jeder Handwerker ist dafür Experte. Wie so oft bei Technologien, die nicht von der breiten Masse genutzt werden, sollten Sie deshalb unbedingt einen ausgewiesenen Experten mit dem Einbau beauftragen. Und: Legen Sie auch Wert darauf, dass dieser die Anlage vernünftig einstellt und ihre Arbeit regelmäßig kontrolliert.

Praxistipp:

Sofern Sie den Austausch einer bestehenden Heizungstechnik planen, lassen Sie sich umfassend beraten und auch über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Technologien gut aufklären. Überhaupt sollten Sie Wert auf eine sehr genaue Kalkulation legen, damit die Anlage auch wirtschaftlich arbeitet.

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